Ötztaler Radmarathon 2010

02. September 2010

 

Bereits 1 Woche nach den 24h Rennen auf dem Nürburgring , machen sich die beiden WATT Fahrer Henri Kleinhammer und Andre Kout auf den Weg in die Alpen zum Ötztaler Radmarathon.

Der Ötztaler Radmarathon mit Start und Zielort in Sölden über 233 km und 5500 Hm fand in diesem Jahr bereits zum 30ten mal statt.

4.500 Teilnehmer bewältigen an einem Tag zwischen Nord- und Südtirol die Anstiege und jeweiligen Abfahrten ins Kühtai auf 2.020 Höhenmeter, den Brenner mit 1.370 Höhenmetern, den Jaufenpaß mit 2.090 Höhenmetern und als Highlight die Überquerung des Timmelsjoch auf 2.509 Höhenmeter

Während es bis Samstag abends durchgehend regnete , sollten die Fahrer am Renntag Glück mit dem Wetter haben , denn es sollte zwar Kalt aber trocken werden.

Morgens um 06.00 Uhr rollten wir  zum Start und standen bei kuscheligen 4 Grad noch 1 Std. im Startblock.

Ein Blick Richtung Berge zeigte allerdings bereits Schnee auf 2500 hm.

Die beiden Familien standen morgens gemeinsam mit einem extra angefertigtem Plakat für die beiden Fahrer mit am Start.

Die ersten 32 km ging es fast nur bergab was allerdings bei den Temperaturen nicht so toll war , aber es sollte im Laufe des Tages ja besser werden.

Am ersten Berg den Kühtai musste dann jeder sein Tempo finden , bevor es auf der spektakulären Kühtai-Abfahrt, mit Tempo 95,0 km/h in Richtig Innsbruck ging und dann weiter über den Brenner.

An der Verpflegungsstelle auf dem Brenner trafen sich die beiden Watt Fahrer wieder und fuhren gemeinsam Richtung Sterzig weiter.

Allerdings war Andre an diesem Tag besser drauf , so das die beiden Fahrer sich bereits an der Auffahrt zum Jaufenpass trennten.

Nach einer steilen Abfahrt ging es den letzen Berg Richtung Timmelsjoch , für die meisten Fahrer der Scharfrichter des Rennen mit seiner Länge von 29 km.

Inzwischen waren die Temperaturen aber auf 25° gestiegen.

Kilometer für Kilometer, Höhenmeter für Höhenmeter, Kehre für Kehre ging es nach oben , bis auf eine Höhe von 2508 m

Dann ging es für die Fahrer noch mal in die schnelle Abfahrt nach Sölden mit einer unvermeidlichen Gegensteigung, die einem kurz vor dem Ziel noch einmal alles abverlangt.

In der Abfahrt hatte man dann wieder nur eine Temperatur von 5° , die Fahrer mächtig auskühlen ließ.

Während Andre mit seiner bisherigen Bestzeit beim 6ten Rennen von 10:34:28 und Platz 1191 seiner AK ins Ziel kam , verbesserte auch Henri sein Zeit von 2008 um 20 min auf 11:33:27 und Platz 1701 seiner AK.

Trotz Strapazen und des kalten Wetters waren beide Fahrer zufrieden  sich dieser Herausforderung gestellt zu haben.

Achim in Wickede auf der Mitteldistanz stark

01. September 2010

Achim startete in Wickede über 63 Km, hier sein Bericht :

Samstag plätscherte ich nur so mit dem Radl dahin, um Sonntag den Muskelkater einigermaßen wieder los zu sein. Klappte natürlich nicht, so dass ich heute mit schweren Beinen am Start des 2. XTasY Wildwald Marathon in Vosswinkel am Start stand. Hier gab es eine schnelle 31,5km Runde (900hm) welche man 1, 2 oder dreimal fahren durfte. Ich liebäugelte mit drei Runden, doch war mein Tritt nicht rund genug um so oft im Kreis zu fahren. Schon  nach dem Beginn hatte ich immer wieder größte Mühen den Anschluß an eine recht große Gruppe zu halten und ekelte mich über jeder Kuppe hinweg. Irgendwann zerriss alles und ich suchte mir mein Tempo. Nach und nach fuhr ich Fahrern auf, mit ihnen und dann vorn weg. Dies machte Spaß. Mitte der zweiten Runde war der Tritt dann wieder besser, aber die Körner ließen nach . Über den letzten schlammigen Trail hastete ich dem Ziel entgegen und kam dort sehr zufrieden nach 2:30:05 als Gesamt 5. & 2. Herrenklasse an.

Andre und Henri finishen beim Ötzi !

29. August 2010

Andre Kout und Henri Kleinhammer vom Watt-Team finishten eben den Ötztaler Radmarathon. Andre kam nach 10.34 Stunden ins Ziel, Henri finishte eine Stunde später. Mathias Finger musste kurzfristig erkältet absagen. Update folgt nach Rückkehr der beiden.

Rad am Ring : Henri und Andre in der grünen Hölle

25. August 2010

Der Herausforderung des 24h Rennens haben die beiden WATT Fahrer André Kout und Henri Kleinhammer als 2er Team bei Rad am Ring am Nürburgring gestellt.Bereits am Freitag nachmittag ging es für Henri Kleinhammer im voll bepackten Auto in Richtung Eifel , da man abends ab 19.00 seine Fahrbox für die 24h fertig machen konnten.Neben diverser Verpflegung und Wasser musste man an alles denken , inkl. der evtl. notwendigen Ersatzteile.

Leider klappte die Orga zu dem Zeitpunkt noch nicht so richtig , so das man erst gegen 21.00 Uhr aufbauen konnte.

Das Team hatte nun also für die 24h eine Box von 3,5×2m zur Verfügung , wo alles mit rein musste inkl. der Betreuerin die für die Zeit die Ehefrau von Henri Kleinhammer übernahm.Da beide Fahrer sich gut fühlten , hatten sie sich das ehrgeizige Ziel gesetzt in den 24h auch 24 Runden zu fahren , obwohl beide mit so einem Rennen keine Erfahrung hatten.

Pro Runde hatte man auf der anspruchsvollen Strecke 25km und 500 Hm zurückzulegen

Die ersten Runden wollte man jeweils nach 1 Runde tauschen und nachts dann auf einen 2 Std. Rhythmus wechseln , damit man sich etwas erholen konnte.

Am Samstag um 13.15 war dann der Start des 24h Rennens.

Neben den 152 2er Teams hatten sich noch 700 4er Teams angemeldet , so das gerade nach dem Start die Strecke erst einmal sehr voll war.Als ersten ging Andre auf die Strecke und wurde nach 1 Runde durch Henri abgelöst.Die Zeitnahme und Übergabe des Transponders übernahm perfekt in diese Zeit die Ehefrau , inkl. der Verpflegung der Fahrer.Bevor es dann in die ersten Nachtrunden ging , ist das Team auf Platz 5 der AK und Platz 19 der Gesamtwertung vorgefahren.

Jetzt hieß es für beide Fahrer , mit viel Licht ab in die Nacht mit jeweils 2 Runden.

Während Andre seine Runden gut überstand bekam Henri nach Runden 5+6 Starke Krämpfe und Magenprobleme.

Zu dem Zeitpunkt wusste er nicht ob er noch weiterfahren konnte , und versuchte sich irgendwie zu erholen , aber weder Essen noch trinken ging zu diesem Zeitpunkt.

Dadurch fiel das Team allerdings wieder auf Platz 69/ Gesamt und Platz 19/AK zurück.Gegen 04.50 Uhr musste es aber irgendwie weitergehen.

Henri versuchte 1 Runde vernünftig durchzubringen , während Andre erst mal im 2 Runden Rhythmus weiterfuhr.

Da es bei Henri am Vormittag dann wieder etwas besser wurde konnte man wieder je Runde gewechselt , da auch bei Andre die Strecke und Zeit Spuren hinterlassen hat.

Da auch bei den anderen Teams die Kraft nachließ , kam das Warsteiner Duo immer wieder weiter nach vorn.

3 Runden vor Schluss konnte dann noch etwas gepokert werden , wenn man es schaffte bis 12.44 Uhr sine Runde zu verbessern , konnte man noch ein komplette Runde fahren , die auch gewertet wurde. Andre legte dann noch mal eine schnelle Runde hin und fuhr um 12.44 über die Linie , so das Henri noch in die Schlussrunde gehen konnte.

So schaffte das WATT Team am Ende 23 Runden , wovon Andre 13 Stück fuhr und erreichte Platz 10 der Altersklasse und Platz 33 der Gesamtwertung von 152 Teams.

Völlig kaputt ging es dann auf die Heimreise , mit der Gewissheit das es eine schöne und sehr lehrreiche Erfahrung war.

Ein super schönes Event , was man als 4er Team sicher noch mehr genießen kann.

Während man sich eigentlich richtig erholt , geht es für das WATT Duo schon am Sonntag in Sölden mit dem Ötztaler Radmarathon über 238 km mit 5500 Hm weiter.

Hier startet auch Mathias Finger.

Henri und Andre nach 24 Stunden

Achim Scholz mit Platz 4 bei der LVM – MTB

22. August 2010

Achim startete gestern in Grafschaft, hier sein Bericht :

Nach 3 wöchiger Rennpause und Erholung von der Transalp musste auch mal wieder ein Rennen gefahren werden. So trafen wir uns heute in Grafschaft zum internationalen SKS Marathon, gleichzeitig Landesverbandsmeisterschaft NRW auf der 115km Distanz mit 2890hm

Vom Start weg lief es gut und ich konnte mit einer kleinen Gruppe die 15km Einführungsrunde und die eigentlich große Runde souverän durchfahren. Einigen war dies etwas zu zügig, so dass von uns nur noch einer mit mir nach 2:30h in Runde zwei abbog. Den Rest hatten wir zurück gelassen.

In Runde 2 hatte auch ich meine Mühen, denn Magenprobleme nahmen mir etwas Schwung aus den Beinen, so dass es gemächlicher weiter ging. Nach 90km fand ich zum Glück nochmal guten Tritt und kam nach 4.57h als Gesamt 16., 10. Platz bei den Herren und 4. Der Landesverbandsmeisterschaft in Ziel.

Kommenden Sonntag geht es dann mit dem nächsten Marathon bei hoffentlich wieder schönem Wetter weiter!

Aktuelles Bild zur neuen 7,5 KM Laufstrecke !

14. August 2010

Hier die aktuelle Grafik zur 7,5 KM Strecke. Im Vorfeld zum Lauf wird Ende August/Anfang September ein Termin zum gemeinsamen Laufen der Strecke angeboten, dieser wird hier rechtzeitig bekannt gegeben.

7,5 km Lauf-und Walkingstrecke

TransAlp Etappe 8 – Endlich am Ziel

11. August 2010
 

Endlich im Ziel-Achim und Britta

 Endlich in Riva – überglücklich strecken Britta Bieker und Achim Scholz die Arme in die Höhe. Nach 39.04 Stunden, 598 Kilometern und 20.000 Höhenmetern erreicht das Team das Ziel der diesjährigen Transalp in Riva del Garda.

In Madonna di Campiglio brachen die gut  1000 verbliebenen Starter auf die letzte und achte Etappe auf. Bei kühlen 10 Grad Temperatur versprach die Witterung nach einer durchregneten Nacht und der Schlammetappe vom Vortag nichts Gutes, doch schnell ließ sich die Sonne blicken und bescherte den Finishern in Riva einen warmen und herzlichen Empfang nach der 75 Kilometer langen Schlussetappe.

Doch Zeit zur Erholung blieb den Sauerländern auf dem letzten Tagesabschnitt nicht. Nach einem neutralisierten Start über die erste, 15 Kilometer lange Abfahrt startete das Rennen im ersten und einzigen „echten“ Gebirgsanstieg über 1000 Höhenmeter.

„Berghoch haben wir heute noch einmal richtig Gas gegeben, auch wenn es nach sieben Etappen natürlich schon weh tut. Doch so schlimm wie auf der vierten Etappe war es lange nicht“, beschreibt Achim die ersten Kilometer des Rennens. Auch Britta fühlte sich im ersten Anstieg gut: „Wir haben noch mal Tempo gemacht, wir wollten ja auch unsere Position in der Gesamtwertung verteidigen. Bergab in den schweren Abfahrten sind wir dann voll auf Sicherheit gefahren.“

Diese Sicherheit war auch nötig, denn nach dem zweiten, kurzen und sehr steilen Anstieg, der am Ende nur noch schiebend bewältigt werden konnte, ging es in einen echten Gardaseetrail. „Wir haben die letzten 20 Minuten am Berg geschoben, und die ersten 20 Minuten im Trail. Das ist nach einer Woche Radrennen nicht mehr fahrbar. Aber das gehört halt einfach zur Transalp dazu“, so Scholz. „Das Wichtigste ist, dass wir ohne Sturz in Riva angekommen sind“, ergänzt Britta, „und nun wird gefeiert.“

Dazu haben die Beiden auch allen Grund. Denn nach 4.10 Stunden auf der letzten Etappe nach Riva belegten Bieker und Scholz zwar „nur“ Rang 22, doch in der Gesamtwertung sicherten sie ihre Position ungefährdet ab. Ein Team in ihrer Mixed Konkurrenz gab auf der letzten Etappe nach Riva sogar noch auf, sodass am Ende des achttägigen Etappenrennens für Bieker und Scholz ein hervorragender und unerwarteter 15. Platz in der Gesamtwertung zu Buche steht. „Das ist einfach super!“, sind die beiden Alpencrosser von ihrem Ergebnis begeistert.

Gefeiert werden das hervorragende Abschneiden und das Erlebnis Transalp bei der großen Finisherparty in Riva, hier bekommen alle erfolgreichen Finisher der diesjährigen Transalp in feierlichem Rahmen ihr Finishertrikot überreicht.

In der Gesamtwertung entscheiden Karl Platt und Stefan Sahm die Herrenkonkurrenz für sich, Kristine und Anna-Sofie Norgaard siegten in der Damenkategorie und in der Mixed Katergorie dürfen  Pia Sundstedt und Daniel Gathof den Gesamterfolg feiern.

Für Bieker und Scholz steht nach den Strapazen auf dem Rad nun ersteinmal eine kurze Verschnaufpause an, bevor es zu den nächsten Rennen geht. Ob sie sich eine erneute Teilnahme beim härtesten Etappenrennen vorstellen können? „Fragt uns nächste Woche nocheinmal. Dann sagen wir bestimmt ja. Es war eine tolle Erfahrung, unglaublich schön, aber auch übernatürlich hart.“

CTF fällt aus !!

03. August 2010

Die ursprünglich für den 11.09.2010 geplante CTF muss leider aufgrund fehlender Genehmigungen ausfallen, der Lörmecketurmlauf findet natürlich statt !

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bericht TransGermany von Achim Scholz

01. Juni 2010

Als Opfer vieler Gewinnspiele musste eine adäquate Vorbereitung auf die im Juli stattfindende CRAFT BIKE Transalp her. So machte es Sinn durch die CRAFT Bike Trans Germany von Garmisch-Partenkirchen nach Bregenz ein Feeling für Etappenrennen zu bekommen. Dieses Etappenrennen unterteilt sich in vier Teilstücke über Lermoos, Pfronten und Sonthofen nach Bregenz: 286km, 7212hm

Nach Defektpech im Vorfeld wurde alles flux wieder in Schuss gebracht und Britta und ich machten uns am Dienstag auf die lange Anreise mit Zwischenstopp am Bodensee nach Garmisch Partenkirchen. Mein Auto stand also im Ziel, den Leihwagen gaben wir ab. Zwei Stunden später die erste Herausforderung. Viel zu kleine Transfer-Taschen für das, was wir mitgebracht hatten. Aussortieren war angesagt, Alexa nahm uns Überflüssiges für die Woche ab und wir beschränkten uns auf das Nötigste.

Mittwoch dann Start der ersten Etappe über 82km und 2154hm. Das Wetter war schlecht, Temperaturen um 12Grad und anhaltender Regen ließen unsere Erwartungen auf eine schöne Etappe schwinden. Trotzdem standen wir motiviert am Start mit 1202 Konkurrenten. Der Weg führte uns zunächst sehr steil auf die Partnachalm, von dort aus über Mittenwald stetig bergauf auf die Ehrwalder Alm. Hier waren wir 200m unter Schneefallgrenze und das Thermometer zeigte nur noch 4,4Grad. Nach einer eisigen Abfahrt folgten die letzten 700hm des Tages über die Tuftlalm nach Lermoos.

Für mich begann das Rennen bescheiden, denn an der ersten 20%igen Steigung staute sich alles auf, man holte mich vom Rad und die Kette vom Ritzel, so dass ich einige Minuten basteln musste um das Rennen fortsetzen zu können. Weit abgeschlagen war im engen Geläuf schieben angesagt, ehe ich später auf dem langen anstieg zur Ehrwalder Alm versuchte, meine Teamkollegen vom Cannondale Team Wein wieder zu erreichen. Trotz reichlich Nahrungsnachschub merkte ich auch durchnass einen deutlichen Kräfteverschleiß auf dem Gipfel. Nach der Abfahrt war ich völlig durchgefroren, konnte mich nicht mehr bewegen und ließ mir an der Verpflegung einige Riegel öffnen und zog mir klamme Winterhandschuhe an. Die letzten 700hm kurbelte ich kraftlos hinauf und stürzte mich in die letzten Abfahrten zum Ziel nach Lermoos. Platz 195 in 4:09:11 mit über einer Stunde Rückstand auf den Sieger Christof Sauser waren nicht respektabel, aber Fakt. Unser Hotel lag direkt neben dem Ziel. Schnell ging es warm duschen und am Abend zur Pasta Party, Pictures and Video oft he day und das Briefing für die zweite Etappe schauen.

Die zweite Etappe von Lermoos führte mit 74,7km und 1863hm nach Pfronten. Es waren im Grunde drei Anstiege à 400-500hm und einige kleinere Hügel zu befahren. Erst ging es hoch in den Ort Berwang, hinunter nach Weissenbach, hoch zum Adlerhorst, durch das wunder schöne Tannheimer Tal und schlussendlich hoch nach Lohmoos. Von hier folgte eine schnelle asphaltierte Abfahrt nach Pfronten. Wetterbesserung hatten wir erhofft, doch waren die Regenfälle der Nacht sehr ergiebig. Im ersten Streckenteil mussten überflutete Schotterwege ausgelassen werden, so dass wir auf Radwege auswichen. Doch auch diese standen bis zu 15cm hoch unter Wasser. So war man trotz Regenjacke schon nach 10min nass bis auf die Haut. Was hier abging, hatte ich in elf Jahren MTB Rennen noch nicht gesehen.

Im ersten Anstieg lief es deutlich besser als am Vortag und ich konnte mich auf einer breiten Straße nach vorne arbeiten. Bis nach Berwang hatte ich weiter einen guten Tritt gefunden. Im mittleren Teil konnte ich weiter Plätze gut machen, doch glichen die Wege hier teilweise reißenden Flüssen, so dass immer wieder Vorsicht geboten war. Viele Fahrer landeten im Wasser oder standen mit Defekten am Streckenrand. Dies wollte ich vermeiden. Der letzte Anstieg zog sich zunächst sehr lang auf Asphalt hinauf. Auf Schotter fuhren wir dann die letzten Meter bis über die Kuppe. Von hier folgte eine schnelle Schotterabfahrt, die über en welliges Flachstück in einen Straßenabschnitt hinunter nach Pfronten führte. Zum Glück fing ich trotz der Kleidung erst hier an zu frieren. Trotzdem ging es mit Krämpfen zum Ziel nach Pfronten. Platz 99 in 3:19:31h mit 33min Rückstand auf den Sieger Alban Lakata war schon besser zu verkraften als Etappe 1

Völlig durchgefroren kam ich am Hotel an, um fest zu stellen, dass unsere Taschen nicht da waren. Diese wollten auch am heutigen Tage nicht mehr auftauchen. Zunächst half uns Opa Mayer mit seinen Trainingsanzügen aus, ehe wir uns Dank der Hilfe von Katrin, Sonja , Alois und Michael einkleiden konnten. Frau Mayer wusch unsere Bikesachen, bekochte uns und stand tatkräftig zur Seite. Für die Hygiene am Abend halfen Einmal-Zahnbürsten aus dem Krankenhaus. Ja … auch sowas kann Trans Germany sein. Am Abend folgte die übliche Pasta Party etc … doch es folgte aufgrund der Ungewissheit über den Verbleib unserer Klamotten eine sehr unruhige Nacht.

Nichts desto trotz ging es weiter mit dem dritten Etappentag von Pfronten nach Sonthofen über knackige 55km mit 1830hm und ENDLICH strahlendem Sonnenschein. Für die Tagesverpflegung müssen wir Ebi und Claudia danken, denn auch hier fehlte es uns noch an allem. Über Asphalt sollte es heute zunächst nach Jungholz hinauf gehen, ehe nach einem kleinen Flachstück der wohl steilste Anstieg der Woche über die Buchler Alpe hinauf zur Schnitzlertal Alpe folgte. Dies waren etwa 5km Anstieg mit oben hinaus 28% Steigung –also einer Straße an der Wand- die in einer lehmigen Schiebepassage endete. Es folgte eine schnelle Abfahrt sowie zwei weitere Anstiege mit je etwa 450hm.

Nach dem Start versuchte ich mich wieder weiter nach vorne zu arbeiten, doch gelang dies nur bedingt, da wir fast in einer langen Reihe von vielen 100 Fahrern mit über 30kmh unterwegs waren. Am ersten Anstieg dann das Drama wie am ersten Tag. Stau, Absteigen, Schieben. Ich nahm es gelassen, wenngleich ich sowas von Marathons nicht gewohnt war. Es dauert bis hoch zur Buchel Alpe bis ich Teamchef Heiko und Horst erreicht hatte. Als wir in die erste lange Abfahrt gingen, waren wir alle etwas ausgeknockt. Im zweiten und dritten Anstieg des Tages lief es für mich dann besser. Sie waren nicht so mördersteil und ich konnte meine Kraft besser ins Spiel bringen. Trotzdem zog sich vor allem der letzte wie Kaugummi und ich war froh, irgendwann die wunder schöne Abfahrt nach Sonthofen erreicht zu haben. Da das Wetter echt gut war, konnten wir uns heute im Zielbereich bei schönem Wetter lange von der Etappe erholen und nachtanken. Gefinisht hatte ich heute auf Rang 111. In 2:37:31h mit 32min Rückstand auf den Sieger Christof Sauser. Dies war aufgrund der Staus unterwegs noch im Rahmen. Abends schlenderten wir gut gelaunt und sommerlich gekleidet zur Pasta Party im Freien – herrlich.

Die vierte und letzte Etappe von Sonthofen über 74,9km und 1385hm führte über Deutschlands höchste Passstraße Riedbergpass, Hittisau und einem Anstieg von Bozenau nach Buch über ein langes Flachstück direkt nach Bregenz am Bodensee. Das Wetter war erneut perfekt, doch trotz alledem war mir im Verlauf der Etappe immer weniger nach einem Rennen. Fuhr ich den mir schon bekannten Rietbergpass noch schnell hoch, ließ ich ab dem höchsten Punkt die Beine nur noch leicht kreisen. Auf 40km breite Asphaltstraße hatte ich in einem MTB Rennen kein Bock. Britta trat hinter mir aber gewaltig drauf, so dass Sie mich nach 2/3 des Rennens erreichte und wir ein wenig für die Transalp üben konnten. Nach 2 überstanden Staus mit insgesamt 15min Stillstand im Wald ging es im Duett ans Bregenzer Ufer. Die letzten 8km machten wieder viel Spaß. Wir feuerten mit 36kmh und mehr über geschotterte Radwege dem Ziel entgegen. Die Schlange hinter uns wurde dabei immer größer. Nach 3:31:30 erreichte ich zwar abgeschlagen auf Rang 303 das Ziel, aber das war dann auch egal. MTB sollte einfach MTB bleiben…

In der Gesamtwertung beendete ich so das Rennen „nur“ auf Rang 154 der 525 gestarteten Herren. Viel wichtiger war aber diesmal das Erlebnis, der hoffentlich positive Trainingseffekt und die Vorbereitung auf den großen Alpencross im Juli. Danken müssen  wir allen, welche uns über die Woche unterstützt haben!

Da ich allerdings im Vergleich zu meinen Marathonjahren durch die mittlerweile vielen XC Rennen doch leichte Defizite bekommen habe, geht es wohl kommendes WE wieder auf eine lange Runde beim „Heimrennen“ in Willingen